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30-10-2023: a3Kultur
Die Clown von Iris Schmidt
Von roten Nasen, Emanzipation und dem Sinn des Lebens.

»Eigene Stücke zu schreiben, die zu der jeweiligen Clownsfigur passen. Die Fähigkeit, den Humor im Leben zu erkennen und auf die Bühne zu bringen. Jeden Auftritt mit ganzem Herzen zu spielen und dabei genug Gage zu verlangen, dass es zum Leben reicht«, erklärt uns Kirstie Handel. Nach der Ausbildung zum staatlich anerkannten Clown 2002 am TUT, Schule für Clown, Komik und Theater in Hannover, gründete sie 2006 das Clowness Theater in München, wohnt seit 2013 mit ihrer Familie in Augsburg und arbeitet mit freiberuflichen Künstler*innen zusammen. Mit dem mobilen Theater für Kinder und Familien ist sie mit Eigenproduktionen rund um ihre Figur Glucks in Duo- und Solostücken im deutschsprachigen Raum in Schulen, Kindergärten und Kultureinrichtungen unterwegs.

Dass heutzutage auch viele weibliche Clowns auf der Bühne stehen, ist mutigen Wegbereiterinnen wie der Schweizer Schauspielerin und Clown-Komödiantin Gardi Hutter zu verdanken. »Sie war eine der ersten weiblichen Clowns, die weltbekannt wurde. Sie hat mit ihrem Clownscharakter der ›tapferen Hanna‹ eine Frauenfigur fern aller Schönheitsideale mit dickem Bauch, Wuschelperücke und braunem Flickenkleid geschaffen und mit ihr die Bühnen der Welt erobert. Ich persönlich sehe den Clown als ein sehr freies Wesen, bei dem das Geschlecht keine Rolle spielt und das einfach macht, was er oder sie will. Manchmal fällt mir jedoch auf, dass mein Umfeld anders auf mich als weiblichen Clown reagiert. Anfangs haben mich Kinder bei Auftritten öfters gefragt, wo denn mein Mann sei – in letzter Zeit passiert das weniger, vielleicht herrscht ein anderer Zeitgeist – oder mich wie bei meinem Stück ›Die Geschichte vom Meer‹ darauf hingewiesen, dass ein Mädchen kein Pirat sein kann.«

Für die Zukunft plant die Clowness zusammen mit ihrer langjährigen Kollegin Judith Gorgass ein neues Stück mit den Protagonistinnen Glucks und Oma. »Erstmalig möchten wir dabei mit Puppen arbeiten. Mit ihr habe ich außerdem drei weitere Stücke im Repertoire – ›Glucks und das schrecklich liebe Gespenst‹ (12. November um 15 Uhr im Abraxas-Theater), den ›Bücherschatz‹ und ›Glucks, die Drachenbezwingerin‹. Ich kenne keine nachhaltigere Theaterform als mobiles Kindertheater, das die Produktionen über viele Jahre spielt, immer neu zum Leben erweckt und direkt zu den Menschen bringt. Mein Herz schlägt für diese Theaterform – auch wenn ich mir vor und nach den Auftritten des Öfteren wie eine Möbelpackerin vorkomme.« Derzeit probt Kirstie Handel zusammen mit Detlef Winterberg die Wiederaufnahme des Kinderstücks »Die Reise ins Schneeland«, das am Freitag, 24. November in der Bücherei Stadtbergen Premiere feiert.
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